 |  Der Naturpark Dahme/Heideseen ist geprägt durch die Konzentration der unterschiedlichsten geologischen Gegebenheiten auf kleinem Raum. Sie zeichnen für das abwechslungsreiche Landschaftsbild und die große Artenvielfalt in Tier- und Pflanzenwelt verantwortlich.  | Entlang der Dahme durch die Heide |
Am Übergang vom Niederen Fläming zum Niederlausitzer Landrücken entspringt nahe der gleichnamigen Stadt die Dahme. Windungsreich durchfließt sie das Schenkenländchen als schmaler Bach. Im Wiesenland wird sie teilweise noch von ursprünglichem Erlenbestand gesäumt, der an steilen Uferabbrüchen Eisvögeln und Wasseramseln einen idealen Lebensraum bietet. Bei Märkisch Buchholz wechselt sie in ein breites, ursprünglich von der Spree genutzten Tal und vereinigt sich mit dem Spree-Dahme-Umflutkanal, der Wasser von der Spree zuführt. Ab Prieros durchfließt sie zahlreiche Seen bis sie schließlich in Berlin-Köpenick in die Spree mündet.  | Heide und Kiefern |
Ausgedehnte Waldgebiete bedecken mehr als die Hälfte des Naturparks. Neben den Eichen- und Kiefern-Eichenwäldern der Dubrow, der Radeberge, dem noch sehr natürlichen Kiefern-Traubeneichenwald bei Köthen und den Erlenbruchwäldern entlang der Dahme und den unbelassenen Ufern einiger Seen bestehen sie zumeist aus Kiefernwald. Kiefern und die großräumig abgelagerten Sande zeichnen dann auch für die häufige Verwendung des Namens Heide verantwortlich. Der Flurname Heide - etwa Prieroser, Gräbendorfer, Pätzer oder Bürgerheide bei Märkisch Buchholz - bezeichnet hier aber nicht die von Heidekraut und Glockenheide beherrschte Zwergstrauchheide, sondern ganz im Sinne seiner zweiten etymologischen Bedeutung (gemein-germ. haiÞio »unbebautes, wildgrünes Land, Waldgegend«) außerhalb des Grundwassereinflusses stehende Wälder. Aufgrund der eher schlechten Bodenqualität blieb die Heide von der Umwandlung in Weide- und Ackerflächen verschont.  | Großer Artenreichtum |
Der kleinräumige Wechsel unterschiedlicher Lebensräume bei gleichzeitiger großräumiger Verbundenheit sowie die relative Störungsarmut ermöglichen im Naturpark eine große Vielfalt von Flora und Fauna. - Naturnahe Flechten-Kiefernwälder, lichte Laubmischwälder und Sandtrockenrasen in kargen Talsand- und Dünengebieten bieten Lebensraum für wärmeliebende Tier- und Pflanzenarten wie Schlingnatter, Wolfsmilchschwärmer oder Grasnelke. Hier kommt auch der Walker, Wappentier des Naturparks und Verwandter des Maikäfers, vor.
- Auf den nährstoffreichen Moränenhochflächen der NSG Dubrow und Radeberge finden sich viele alte, knorrige Traubeneichen. Der ehemals vorhandenen Eichenmischwälder gaben der Dubrow auch ihren Namen, steht Dubrow im Slawischen doch für Eichenwald. Heute gehören beide Gebiete trotz der früheren Nutzung als Hudewäldern zu den wenigen naturnah erhaltenen Wäldern im Naturpark. Größere Mengen an totem Altholz bieten verschiedenen Specht-, Pilz- und Insektenarten, wie dem Hirschkäfer einen Lebensraum.
- Im Verlandungsbereich von Seen finden sich sumpfige Erlenbruchwälder, die in ihrer Urwüchsigkeit und Unzugänglichkeit, dem Kranich und Eisvogel Nahrungs- und Rückzugsmöglichkeiten geben. Im Frühjahr ist der seltene Binnenstint zur Laichablage in den klaren Seen und Wiesengräben des Naturparks anzutreffen. Im NSG Stintgraben südlich von Klein Köris haben Binnenstint und Neunstacheliger Stichling in einer von extensiv genutzten Feuchtwiesen umgebenen, vermoorten Talrinne ideale Laichbedingungen.
- Ausgedehnte Waldgebiete und weiträumige Seenlandschaft bieten in ihrer Kombination ausreichend große Jagdreviere und Rückzugsmöglichkeiten für See- und Fischadler oder den Fischotter.
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