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Das 474 km² große Biosphärenreservat Spreewald erstreckt sich 100 km südöstlich von Berlin auf einer Länge von 55 und einer maximalen Breite von 15 Kilometern. Im Süden reicht er fast bis Cottbus, das noch etwa 10 Kilometer östlicher liegt. Das Gebiet des Biosphärenreservats liegt in den Landkreisen Dahme-Spreewald, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße. Im Zentrum des Gebiets liegt die Stadt Lübben . Hier ist der Spreewald sehr schmal und besteht nur aus zwei Fließen. Die um Lübben abgelagerten Moränenzüge der Weichselkaltzeit bilden die Grenze der beiden Spreewaldregionen und gliedern sie in den südlich gelegenen Oberspreewald und den nördlicheren Unterspreewald.  | Unterspreewald |
Dieser kleinere, etwa 100 Quadratkilometer große, durch seine großen Waldgebiete um Schlepzig geprägte Unterspreewald entstand in der Niederung, einer quer zum Urstromtal verlaufenden Schmelzwasserrinne, die die letzte Eiszeit zurückließ. Der Neuendorfer und Köthener See sind die Reste dieses ehemaligen Beckens. Zunächst aber floß die Spree noch bei Märkisch Buchholz in das heutige Dahmetal und hinterließ dabei breite Täler. Erst durch Anwehen von Dünenzügen zwischen Märkisch Buchholz an der Dahme und dem Neuendorfer See wurde die Spree gezwungen, den heutigen langen Umweg über den Schwielochsee in Richtung Beeskow zu nehmen.  | Oberspreewald |
Der Oberspreewald um Lübbenau , Sitz der Reservatsverwaltung, ist etwa 300 Quadratkilometer groß und durch eine offenere, mosaikartig strukturierte Parklandschaft geprägt. Durch die Auflösung des sogenannten Cottbuser Schwemmsandfächers, den die Urspree während der letzten Eiszeit in das Baruther Urstromtal einspülte, entstanden hier viele kleine Talsandinseln, Kaupen genannt, die die natürliche Voraussetzung für die ausgedehnten Streusandsiedlungen bilden. Der Umweg der Spree im Unterspreewald bewirkte durch die längere Fließstrecke eine deutliche Verringerung der Fließgeschwindigkeit und erhielt so den Oberspreewald als ein von vielen Fließen ausgefülltes Spreewaldtal. Ursprünglich war das Gebiet, wie der Name Spreewald vermuten läßt, mit Wald bewachsen, der sich seit der Eiszeit in der von rund 1.550 Kilometern Fließen durchfurchte Niederung von Menschen ungestört entwickelt hatte. Heute sind noch 3.500 Hektar größtenteils im Unterspreewald von Wald bedeckt. Im Oberspreewald entstand aus den ursprünglichen Erlenbrüchen und durch Anpflanzung von Erlen bei späterer Nutzung als Hudewald, wobei durch Verbiß der weidenden Schweine und Rinder eine Verjüngung des Waldes ausblieb, lichter Erlenhochwald. Mit zunehmender Besiedlung ab dem 18. Jahrhundert wurden die Fließe reguliert, wurden Wälder durch Rodung und Viehtrieb zu Äckern und Weideland, und Weiden zu Wiesen umgeformt. Die schwierigen Bodenbedingungen erlaubten zumeist nur eine kleinräumige Nutzung. So formte der Mensch das parkartige Landschaftsbild, in dem sich traditionelle Horstäcker, kleine Streuobstwiesen und kleinflächiger Gemüseanbau in das vorgegebene Naturbild aus baumbestandenen Fließen und Gräben einfügen und das heute den besonderen Reiz des Spreewaldes ausmacht. | Pension Schafspelz: Urlaub im Spreewald | weiter | |